Türkische emotionale Intelligenz
By Dorte on Sunday, April 6 2008, 00:53 - Permalink
Die EU hat der Türkei das Gefühl gegeben, in der EU unerwünscht zu sein, erklärte kürzlich der türkische Außenminister Ali Babacan auf der Wilton-Park-Konferenz in Istanbul, zu der Politiker und Entscheidungsträger verschiedener Länder geladen waren. Die türkische Bevölkerung fühle sich in der Staatengemeinschaft unwillkommen.
Warum muss alles, was mit Europa und der Türkei zu tun hat, immer gleich so gefühlig werden? Auf europäischer Seite sieht das ja kaum anders aus. Da geistert um die Forderungen nach Reformen und diverse Geschichtsanalysen hinsichtlich der Wurzeln Europas eine diffuse Angst vor der Türkei und ihrem osmanischen Erbe.

In Europa gibt es zwei Lager: eines, das die Türkei drin haben will und eines, das die Türkei draußen haben will. Beide finden ihre Gründe. In der Türkei gibt es – neben einer kleinen Gruppe notorischer EU-Gegner – eine große Mehrheit, die eine gespaltene Haltung zur EU pflegt. In dieser Gruppe gespaltener Meinungsträger herrscht neben dem grundsätzlichen Wunsch zum Beitritt in die EU das Gefühl der Enttäuschung. Sie wollen im Grunde nach Europa, sind aber das Warten leid und fühlen sich zurückgestoßen. Die sagen: Ach was, die EU brauchen wir nicht. Wenn die uns nicht will, wollen wir die auch nicht. Sie wollen gewollt werden. Ein Fünkchen Hoffnung ist jedoch noch da und lodert zur Flamme auf, wenn man ihm nur einen Krumen Nahrung gibt. Denn die gleichen Leute, die der EU inzwischen die kalte Schulter zeigen, jubeln immer dann, wenn europäische Politiker sich positiv zum Beitritt der Türkei zur EU äußern. Das fühlt sich dann wieder gut an.
Vor einer Woche erklärte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan vor Studierenden in Sarajevo, sein Land habe „nichts zu verlieren“, wenn die EU sich gegen den Beitritt entscheide. Durch eine Absage an die Türkei würde nur die EU zum Verlierer. Da stellt sich aber doch die Frage, ob und warum die Türkei überhaupt noch einen Grund sieht, sich weiter um eine Aufnahme in den europäischen Staatenbund zu bemühen.
Unterdessen sagte Außenminister Babacan gegenüber der BBC, das erhoffte Zusammenkommen der Türkei einer größtenteils muslimische Nation, mit der Europäischen Union sei das größte Friedensprojekt seit dem Zweiten Weltkrieg. Große Worte mit verwirrender Wirkung. Herrscht etwa Krieg, wenn die Türkei nicht schleunigst in die EU aufgenommen wird? Und werden umgekehrt mit dem Beitritt der Türkei in die EU die terroristischen Bedrohungen aufhören und die militärische Terror-Bekämpfung schlagartig eingestellt? Wird der Irak befriedet?
Wenn die Türkei in die EU will, sollte sie dieses Projekt geschlossen und ehrlich verfolgen, das heißt: auch diesen Wunsch eindeutig zum Ausdruck bringen. Die Inkonsequenz der haut-ab-nehmt-uns-endlich-auf-Haltung ist auf die Dauer wohl kontraproduktiv und strapaziert die Nerven aller Beteiligten. Die Spitzen des Landes konzentrieren einen bemerkenswerten Teil ihrer Energien darauf, sich gegenseitig auf die Füße zu treten, Misstrauen zu säen, einander die Hände zu fesseln, Gefühle statt Vernunft regieren zu lassen, und zwar nicht erst seit dem Verbotsantrag gegen die regierende AKP.
Jenes Chaos, in dem sich die Türkei aufgrund einer akuten innenpolitischen Gefühlslage befindet ist das größere Problem – nicht nur, aber auch – auf dem Weg zur EU. Ein Staatsanwalt und mehrere einflussreiche Bewohner des Landes fühlen sich bedroht. Und ignorieren einfach kurzerhand die Stimme des Volkes.
Für diese Entwicklungen sind die Spitzenvertreter der Türkei nicht nur dem Präsidenten der EU-Kommission Jose Manuel Barroso und dem EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn, die am 10. April zu Gesprächen nach Ankara kommen, eine sachliche Erklärung schuldig.
Dorte HUNEKE
Comments
".. ist auf die Dauer wohl kontraproduktiv und strapaziert die Nerven aller Beteiligten."
Stimmt. Die Türken haben keine Lust mehr auf Europa.
Was Sie da berichten, ist Schabernack - von wegen "Fünkchen Hoffnung".
Dem einfachen Mann/Frau in der Türkei ist die EU (und alles, was zu ihr gehört) sowas von egal. Die haben wahrlich andere Probleme als sich mit so einem Haufen Lügner, Blender und Kannibalen, die ihre eigenen Bevölkerungen auffressen und es unverschämterweise mit der "Globalisierung" abtun, herumzuschlagen. Der Türkei INNERHALB von Reformprozessen plötzlich andere, verschärfte Kriterien dazu zu häufen und dafür noch Verständnis erwarten ... Sie haben andere Probleme als sich mit einem Haufen abzugeben, der sich gerade in einem Dunst und Nebel von "christlichen Super-/Herrenmenschen" wohlfühlt.
Die so armselig abgesifft sind in Sachen Energieprobleme, dass sie den dreckigen Krieg in Afghanistan (und natürlich den auf Lügen basierenden Krieg im Irak mit einer Million Toten) für Erdöl-Pipelines vom Kaukasus mitzuverantworten haben und es auch noch unverschämt als "Krieg gegen den Terror" bezeichnen. Ich verrate Ihnen nunmal etwas: es gibt in Wahrheit gar keinen "Terror". Es gibt Gründe, um Krieg zu führen, es geht um Profit - um Haben und Besitz. Sonst ist da nichts. Es gibt keinen "muslimischen Terrorblock", der zähnefletschend im Nahen Osten lauert, nur um die westlichen Mächte zu unterwandern und zu erobern. Was für ein absoluter Blödsinn! Ich weiß manchmal nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll ...
Wisst Ihr, Ihr "Europäer", wenn "Ihr" aufhört, Hunderttausende von Menschen für "Euch" (und Eure Versorgungsprobleme) zu ermorden - dann wird es auch mit der Akzeptanz in anderen Ländern, mit der Demokratie, Menschenrechten (die meistens eben genau von draußen INSTALLIERTEN und ihnen "freundlich gesinnten" Marionetten-Diktatoren mit Füßen getreten werden) klappen - aber die EU selbst als Vorbild dafür zu nehmen? Dafür würde ich garantiert niemals MEINE Finger ins Feuer legen. Mit Sicherheit nicht.
Guten Tag allerseits
Wissen Sie wieviele Türken aufgrund des Terrors durch die PKK gestorben sind und wieviele PKK-Anhänger?
Es sind weitaus mehr Türken!
Das ist auch der Grund wieso sich die Türkei gegen die PKK richtet und nicht gegen den Irak! Auch ist es meiner Meinung nach ein Grund ein Krieg zu führen gegen die PKK. Man kann doch nicht einfach zusehen wie die eigenen Leute im Osten Bombenanschlägen zugrunde gehen!
Die Türkei versucht politisch mit den Irakern zusammen zu arbeiten, aber diese machen sich die Mühe nicht, gegen die PKK vorzugehen, ist ja logisch, das ganze Geld aus Korruption und Waffenhandel kommt aus auch dem Gebiet.
Die Türkei hat viele andere Probleme wie vorher geschildert wurde, aber Erdöl ist da das kleinere Problem. Über die türkische Energiepolitik möchte ich sowieso nicht reden, das ist eine Katastrophe, weit entfernt von Standards und Umweltschutz. Auch das hat seinen Grund, zwar hat die Türkei unendlich Wasser für Wasserkraftwerke oder Wind für Massen an Strom, allerdings fehlt da das Geld wie auch der Wille um darin zu investieren.
Die Türken bzw. die Bevölkerung ist klar auf Profit ausgelegt, alles andere zählt nicht.
Die AKP wird auch nur kritisiert, weil Sie viele Möglichkeiten in der EU sehen. Viele Millionen türkische Bürger ausserhalb der Türkei wollen in die Türkei investieren, aber solange die Türkei so "abgeschottet" ist und nicht in die EU kommt sind die Chancen gering. Das erkennt die AKP, aber die Bevölkerung interessiert das ein Dreck.
Schlussendlich ist egal ob die Türkei in die EU kommt oder nicht, das Land wird weiterhin das BIP überproportional steigen lassen.
Das Land wird bevölkerungstechnisch vielleicht nicht mehr so stark wachsen, aber die Türken auf der Welt.
Wenn die Türkei in die EU kommt, dann sind das enorme Vorteile für die EU. Die EU hat keine Angst vor der Religion, auch hat die EU keine Angst vor dem Terror (PKK), übrigens wird diese auch in der EU als terroristisch eingestuft. Nein, die EU hat Angst vor dem Türken dem einzelnen, der das Türkentum, sein Land, sein Blut vertritt.
Nach ca. 4-jähriger intensiver Lektüre der englischsprachigen türkischen Presse möchte ich bestätigen, dass mir Dortes Beobachtungen sehr korrekt erscheinen. Verstehen lässt es sich zum Teil vor dem historischen Hintergrund: Die VerTEUFELung von Türken und dem Islam, was z.T. ganz wörtlich zu verstehen ist, hat eine jahrtausende lange Tradition im westlichen Europa, die etwa seit Anfang des 19. Jh.s im Kontext der Balkankriege Südosteuropa infiziert hat. Im Effekt hat das Millionen Türken und Balkanmuslime getötet und weitere Millionen in die Flucht getrieben, bis in die 1990er Jahre.
Gleichzeitig nahm aber auch eine Modernisierungswelle ihren Ausgang von Westeuropa, die von der großen Mehrzahl der Türken nicht weniger geschätzt wird als von Griechen, Bulgaren oder Rumänen (etc.).
Sieht man beides zusammen, dann wird wohl klar, warum wohl die meisten Türken heute ein zwiespältiges Verhältnis zu Europa haben und gleichzeitig das Beste und das Schlimmste von Europa erwarten. Das wirkt nicht selten schizophren, hat aber, wie gesagt, seine Gründe. Zu den Gründen zählt auch, dass Europa seine diesbezügliche Geschichte bis heute nicht aufgearbeitet hat - was man der Türkei zu Recht vorwirft, was aber auch dem ganzen übrigen Europa mit gleichem Recht vorzuwerfen ist!
Nur kurz zum politisch-kulturellen Aspekt der Türkei:
Einzelne Segmente der Gesellschaft bzw. des Staates haben sich mehr oder weniger selektiv modernisiert. Das heißt auch, sie haben der Modernisierung mehr oder weniger selektiv Widerstand geleistet. Im Prinzip ist es ganz gleich wie überall in Europa und in der Welt, die Details sind dabei aber jeweils verschieden.
In der Gesellschaft läuft das zusammen. Sie modernisiert sich also in allen Bereichen, wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die politischen Lager aber repräsentieren idealtypisch nur bestimmte Segmente. Die übliche Folge ist Polarisierung. Die AKP, und nicht zuletzt ihre politische Führung, repräsentiert dabei zum Teil eine Minderheit, die mit dem Verstand in die EU will, mit dem Herzen aber eher in der Gemeinschaft der Gläubigen (ummah) verweilt. Sie wird aber auch zugleich von der liberalen Mitte unterstützt.
Die Opposition (v.a. CHP, Militär und Teile der Justiz usw.) repräsentiert dagegen ein Modell bürokratischer Modernisierung und bürokratischer Herrschaft, das schon prinzipiell minoritär ist. Auch sie erhält Unterstützung aus der Mitte, die sich eben aus der Angst vor einer Islamisierung ergibt. Sie ist aber offensichtlich nicht mehrheitsfähig, da sie eben die allgemein ungeliebte bürokratische Herrschaft verteidigt. Daher bleibt dieses Lager auf Angstkampagnen angewiesen, unabhängig davon, ob diese Ängste berechtigt sind oder nicht. Vollkommen unberechtigt erscheinen sie mir aber nicht. Es gibt durchaus eine islamisierende Tendenz innerhalb und im Kontakt zur AKP.
Die AKP ist demnach Ausdruck der noch partiellen politischen Modernisierung der kulturell Konservativen, während auf der Gegenseite eine politische Modernisierung bisher nicht manifest geworden ist. Solange sich dies nicht ändert, bleibt die politische Szene in der Polarisierung festgefahren. Wirtschaftliche und kulturelle Sektoren sind hier sicherlich zumindest teilweise weiter entwickelt.
Was die Haltung der Bevölkerung zu Europa betrifft, so liegt es zuallererst an Europa selbst. Um es ganz eindeutig zu sagen: Europa hat sich bisher vor der Auseinandersetzung mit diesem Teil seiner Geschichte gedrückt und es vorgezogen, der fossilen Kriegspropaganda vergangener Jahrhunderte zu glauben. Bei manchen ist es Glauben - durchaus in einem zumindest quasi-religiösen Sinne -, bei den meisten wohl nur gedankenloses Nachbeten (sic!). Dem steht auch eine (unter diesen Umständen verständliche) Apolo[ge]tik des Osmanischen auf türkischer Seite gegenüber.
Es gibt allerdings auch bereits reichliches historiographisch aufgearbeitetes Material, das eine objektivere Betrachtung möglich macht, vorwiegend in englischer Sprache. Es lässt sich auch in den deutschen Bibliotheken finden.
Da fällt mir ein Brief aus anderem Zusammenhang ein, der einige Literaturhinweise enthält, v.a. zum Thema Balkan. Könnte für einige interessant sein. Nachfolgend auszugsweise Kopie:
ps
LOWRY, Heath W. (2003): The Nature of the Early Ottoman State. – 197 S., Albany (State University of New York Press).
- preliminary, many open ends, but a groundbreaking reassessment of the early Ottomans. Maybe a revolution. No further historiography about the period can be valid without considering this work. Also a fresh look on the role of religion for the early Ottomans and their involvement in the Balkans.
(LOWRY, Heath W. (2002): Impropriety and impiety among the early Ottoman sultans (1351-1451). – The Turkish Studies Association Journal 26 (2): 29-38. Bloomington, Indiana. - a by-paper not recommendable for the unprepared use of the overly pious or naive. Not really essential but an interesting colour.
KAFADAR, Cemal (1995): Between two worlds. The construction of the Ottoman state. – 221 S., Berkeley, Los Angeles, London (University of California Press)
- something like a precursor of Lowry's 2003 work. Gives the overall atmosphere of the time but lacks the evidence provided by Lowry. Also much less relevant for Balkan issues. But certainly adding some colour to the overall picture.)
GOFFMAN, Daniel (2002): The Ottoman Empire and Early Modern Europe. – 273 S.. Cambridge (Cambridge University Press; New approaches to Europen History 24)
QUATAERT, Donald (2005): The Ottoman Empire 1700-1922. – 212 S., 2nd ed., Cambridge (Cambridge University Press; New approaches to European History 34).
- two modern overviews. Reasonable background for the other works quoted here.
PALAIRET, Michael (1997): The Balkan economies c. 1800-1914. Evolution without development. – 415 S., Cambridge (Cambridge University Press).
- may serve to correct ideologically (nationalist or communist) biased views on the issue.
Maybe interesting in the context:
QUATAERT, Donald (1992): Manufacturing and technology transfer in the Ottoman Empire 1800-1914. – 59 S., Istanbul, Strasbourg (Isis Press)
GÖCEK, Fatma Müge (1996): Rise of the Bourgeoisie, Demise of Empire. – 220 S., New York, N.Y. (Oxford University Press)
VAUGHAN, Dorothy M. (1954): Europe and the Turk. A pattern of alliances 1350-1700. – 305 S., Liverpool (University Press).
- rather old but still valuable collection of historical facts; refutes the thesis of consistent enmity between the two, not least for the Balkan region. Most valuable in context with Lowry's (2003) work.
ADANIR, Fikret (1998): The Ottoman peasantries, c. 1360 – c. 1860. – 269-310 in: SCOTT, T. (ed.): The peasantries of Europe. From the fourteenth to the eighteenth century. – 416 S., London (Longman)
AKSAN, Virginia H. (1999): Locating the Ottomans among early modern empires. – Journal of Early Modern History 3 (2): 103-134. Leiden.
- two essays reassessing the role of the Ottomans in European context. The former social-economic, the latter military-administrative issues).
KITROMILIDES, Paschalis M. (1989): « Imagined Communities » and the origins of the National Question in the Balkans. – European History Quarterly 19: 149-192. London.
KITROMILIDES, Paschalis M. (1990) : Greek irredentism in Asia Minor and Cyprus. – Middle Eastern Studies 26 (1): 3-17. Abingdon.
KITROMILIDES, Paschalis M. (2003) : An Enlightenment perspective on Balkan cultural pluralism : the republican vision of Rhigas Velestinlis. – History of Political Thought 24 (3): 465-481. Thorverton.
- the titles tell enough. Strongly recommendable.
ADANIR, Fikret (2003): Religious communities and ethnic groups under imperial sway: Ottoman and Habsburg lands in comparison. – 54-86 in: HOERDER, D., HARZIG, C. & A. SHUBERT (eds.): The historical practice of diversity. – 278 S., Oxfort, New York (Berghahn)
- also recommendable for SE-European comparisons.
ADANIR, Fikret & Suraiya FAROQHI (eds.) (2002): The Ottomans and the Balkans. A discussion of historiography. – 445 S., Leiden, Boston, Köln (Koninklijke Brill NV)
- ten essays of innovative historians. Quite relevant for any assessment aiming at an up-to-date understanding of the issue.
KIEL, Machiel (1991): Hrazgrad – Hezargrad – Razgrad. The vicissitudes of a Turkish town in Bulgaria. – Turcica 21-23: 495-563. Louvain.
- one particularly de-mythologizing of many important detail-studies of the author. Unfortunately (in the present context), some of the most important I know are in German. There are also some in Turkish which I cannot assess, but which in all probability are also recommendable. See also older essays in
KIEL, Machiel (1990): Studies on the Ottoman architecture of the Balkans: a legacy in stone. – 366 S., Aldershot, Hampshire and Brookfiel, Vermont (Variorum reprints).
DARLING, Linda T. (1998): Rethinking Europe and the Islamic World in the age of exploration. – Journal of Early Modern History 2: 221-246. Leiden.
DARLING, Linda T. (2002): Another look at periodization in Ottoman history. – The Turkish Studies Association Journal 26 (2): 19-28. Bloomington, Indiana.
- some new ideas on the issues. Especially the former is interesting from a geopolitical (colonial) viewpoint.